Einblick in die Fakten des Buches:

Absatzweise werden auf dieser Seite Passagen aus den Buch zitiert, um sich ein Bild machen zu können, welche Enthüllungen das Buch mit sich bringt.

Zitate:

......Im Zuge der Kurz‘schen Reiseaktivitäten wurden sehr namhafte Persönlichkeiten besucht, die in
Kurz‘ Think Tanks Austria zusammengeschlossen wurden. Eine ganze Flut von Spendern, unter anderem auch Markus Braun von Wirecard, wurden in diese Denkwerkstatt geholt. In Österreich sowie auf internationaler Ebene erkannte man, dass Vereinsstrukturen und NGOs (Nichtregierungs- organisationen) großen Einfluss auf die Politik haben.


......Think Austria ist ein neuer Stern am Himmel, der in der Presse hochgelobt aber auch mit Fragezeichen belegt wird. Benötigt das Bundeskanzleramt eine Denkfabrik, weil wir einen Bundeskanzler haben, der keinerlei Ahnung von Wirtschaft, Gesellschaft und Ökonomie hat? Er lagert sein Denken aus und beauftrag die Konzerne, dies für ihn zu tun. Der Hausverstand, der zum Einsatz kommen sollte, ist bei Sebastian Kurz nicht ausgeprägt oder bewusst unterdrückt.  

......Vordergründig präsentiert sich die JVP mit 100 Punkten, die durchaus herzeigbar sind. Ich weise jedoch darauf hin, dass sich diese 100 Punkte wie das Sebastian-Kurz- Wahlprogramm 2017 lesen. Hier möchte ich nochmal auf die JVP und den Masterplan des Sebastian Kurz eingehen, da bereits nach seinem Wahlsieg in der JVP eine Blaupause für die Zukunft der ÖVP angefertigt wurde. 



......Dieser Umbau und der Machtanspruch bildeten nun die Grundlage des Demokratiespiels, Stallorder von Sebastian Kurz inklusive. Das Ziel war, so viele Vorzugsstimmen zu bekommen, um in der Bundespolitik Fuß zu fassen. Dies gelang am 21. April 2011 überraschenderweise, da durch eine Kabinettsumbildung die Tür für Sebastian Kurz geöffnet wurde. Die grauen Eminenzen wie Andreas  Kohl und Wolfgang Schüssel – die die Rolle als „Ziehväter“ übernommen hatten - gaben Michael Spindelegger das „GO“ für einen Platz in der Bundesregierung.

Interviewer ZIB2 vom 28.04.2011

„Armin Wolf: [00:01:08] Kommen wir zu ihrem Amt. Ich bin seit über 20 Jahren politischer Journalist und beschäftige mich hauptberuflich mit Politik. Wenn mich jetzt Herr Spindelegger anrufen würde und mich fragen würde, ob ich Integrationsstaatssekretär werden möchte, dann würde ich sehr höflich sagen: „Vielen Dank! Aber davon verstehe ich zu wenig. Das kann ich nicht.“ Sie haben
mit 24 Jahren und ohne irgendwelche relevante Berufserfahrung in dem Bereich gesagt: „Ich kann das.“ Warum eigentlich?

Sebastian Kurz: [00:01:30] Ich habe sehr lange ein Gespräch mit Michael Spindelegger zu der Frage geführt. Ich habe ihn gefragt: Wie groß wird mein Freiraum sein? Wie kann ich gestalten?Der Punkt ist, das Integrations- Staatssekretariat ist etwas vollkommen Neues. Es ist etwas Neues, dass man sich positiv diesem Thema widmet. Das hat bis jetzt sehr viel Hetze auf der einen Seite gegeben und sehr viel Träumerei auf der anderen Seite.

Zitate:

.....Nun, in den Jahren 2011 bis 2013 gab es viel zu tun. Sebastian Kurz und seine JVPJünger leisteten absolut gute Medienarbeit. Anscheinend nach dem Vorbild von „Red Bull“ ging Sebastian Kurz in die Offensive, egal welche Inhalte umgesetzt wurden. Wichtig war die Werbung. Angelehnt an die Inhaltsstoffe von Red Bull, waren auch die Inhalte der ÖVP „kurzlebig“. Sie erzeugten Aufsehen und waren am Leistungsprüfstand kaum zu dokumentieren.

.....Im Vorfeld der Nationalratswahlen gab es einiges zu tun. Die neue ÖVP musste geboren werden. Dazu brauchte man Verbündete. Die Weichen in der Bundeszentrale mussten nun schön langsam auf Sebastian Kurz gestellt werden. Der als Parteiobmann eingesetzte Reinhold Mitterlehner wurde in parteiinterne Konflikte verstrickt. 2016 mehrten sich die Berichte, wonach Kurz die Partei unmittelbar vor der Wahl zum 26. Nationalrat übernehmen und als Spitzenkandidat antreten würde.